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Medieninformation  Werner Sobek

25. August 2015

Werner Sobek fordert die völlig emissionsfreie „elektrische Stadt“

Technisch sei das problemlos machbar, erfordere aber zwingend den Schulterschluss von Automobil- und Bauindustrie.


Hi-Res   /   Lo-Res

Der Stuttgarter Architekt und Ingenieur Werner Sobek fordert eine völlige Emissionsfreiheit unserer Städte bis zum Jahr 2020. Hierfür müssen sämtliche Gebäude und Fahrzeuge vollständig aus regenerativen Energiequellen versorgt werden. „Technisch ist das bereits heute problemlos machbar“, so Sobek, allerdings erfordere eine solche „elektrische Stadt“ zwingend den Schulterschluss von Automobil- und Bauindustrie.

Nicht einmal mehr ganz fünf Jahre möchte Werner Sobek der Menschheit noch Zeit geben für den Vollzug der Energiewende: Ab dem Jahr 2020 sollte es „ein vollständiges Verbot des Emittierens von gasförmigem Abfall in die Umwelt“ geben, wie es der Architekt und Ingenieur im Juli 2015 anlässlich der Verleihung des Fritz-Leonhardt-Preises formulierte. Eine Dekarbonisierung zum Ende des Jahrhunderts, auf die sich die Staatschefs der sieben führenden Industrie-nationen Anfang Juni auf Schloss Elmau einigten, komme viel zu spät.

Nun bekräftigt Sobek seine weitgehende Forderung noch einmal und weist darauf hin, dass es bereits heute technisch problemlos machbar sei, völlig emissions-freie Städte zu bauen, in denen sämtliche Gebäude und Verkehrsmittel aus regenerativen Energiequellen gespeist würden. Allerdings erfordere eine solche „elektrische Stadt“ zwingend den Schulterschluss von Automobil- und Bauindustrie.

Wegweisende Entwicklungen
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„In beiden Branchen gibt es wegweisende Entwicklungen, die zur Emissionsfreiheit beitragen“, erklärt Sobek. „Die Automobilindustrie treibt den Bau immer leistungsstärkerer und langlebigerer Akkus voran, während die Baubranche an Lösungen wie einer nachrüstbaren Gebäudeautomation arbeitet, die den Energieverbrauch bestehender Gebäude innerhalb sehr kurzer Zeit spürbar verringern kann.“

Welche konkreten Ergebnisse eine Allianz der beiden Industriezweige zeitigen könnte, hat Sobek selbst bereits im Sommer 2014 gezeigt: In der Stuttgarter Weißenhofsiedlung baute er zusammen mit dem Smart-Home-Spezialisten alphaEOS das weltweit erste Aktivhaus B10. Dieses erzeugt dank eines selbstlernenden Gebäudeautomationssystems doppelt so viel Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie es selbst benötigt. Mit dem Überschuss versorgt es zwei Elektroautos und einen benachbarten Altbau. Die Energie-versorgung von Gebäude und Fahrzeugen wird über ein vernetztes System geregelt.

Das „Prinzip der Schwesterlichkeit“
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Das Aktivhaus B10 von Werner Sobek zeigt im Kleinen, wie die emissionsfreie „elektrische Stadt“ funktionieren kann. Die Architekten müssten ebenso wie die Politik endlich „aufhören, die Hausfassade als Systemgrenze zu betrachten“, erklärt Sobek. Es gehe nicht darum, dass jedes einzelne Haus einen bestimmten Wärmedämmstandard erfüllen müsse, sondern „ausschließlich darum, dass niemand mehr fossile Energiequellen nutzt. Beim Erzeugen und Speichern von Strom und Wärme muss dabei das ,Prinzip der Schwesterlichkeit‘ Einzug halten: Zwei oder mehrere Häuser, ja ganze Quartiere oder Städte, verständigen sich automatisch über ihre jeweilige Erzeugung, Speicherung und Nutzung von Energie und stimmen diese Werte untereinander optimal ab.“

Seine Zukunftsvision von der emissionsfreien „elektrischen Stadt“ hat Werner Sobek im Juli 2015 anlässlich der Verleihung des Fritz-Leonhardt-Preises vorgestellt. Seine Rede finden Sie unter folgendem Link: https://www.youtube.com/watch?v=71BUcbyF0As


Stuttgart, im September 2015
Abdruck honorarfrei / Beleg erbeten

Über Werner Sobek
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Die 1992 von Prof. Werner Sobek gegründete und nach ihm benannte Firmengruppe steht weltweit für Engineering, Design und Nachhaltigkeit. Das Unternehmen hat Niederlassungen in Berlin, Buenos Aires, Dubai, Frankfurt, Hamburg, Moskau, New York und Stuttgart und beschäftigt über 350 Mitarbeiter. Die Projekte, für die Werner Sobek verantwortlich zeichnet, überzeugen durch hochwertige Gestaltung auf der Basis von erstklassigem Engineering und ausgeklügelten Konzepten zur Minimierung von Energie- und Materialverbrauch. Herausragende Preise, mit denen Werner Sobek ausgezeichnet wurde, sind der Fritz-Leonhardt-Preis 2015, der Balthasar-Neumann-Preis 2017 und der Global Award for Sustainable Architecture 2019.