Die Halle ist parallel zur Hofzufahrt angeordnet und misst 37 Meter in der Länge, 21 Meter in der Breite und knapp zwölf Meter bis zum First. Ihre Nordfassade ist leicht gegenüber der 2011 entstandenen Reithalle, ebenfalls von a+r Architekten, zurückgesetzt – so entsteht ein kleiner Vorplatz, der den Hofraum als Auftakt zu den restlichen Gebäuden eröffnet.
Der Bau folgt einer klaren funktionalen Gliederung. Mittig der Längsseite verläuft die Zufahrtsachse mit der Annahmestelle, einer 14 Meter langen, schräg betonierten mit Gitterrosten belegten, sogenannten Gosse. Traktoren können hier von Osten einfahren, abkippen und auf der Westseite wieder ausfahren – ein fließender Prozess. Unter der Gosse liegt das Teiluntergeschoss, in dem die Technik zur Förderung des Getreides untergebracht ist. Von hier aus transportiert ein Becheraufzug, oder auch Elevator genannt, die Ernte vertikal nach oben in die sogenannte „Laterne“, einem schmalen Aufbau, der wie ein technisches Rückgrat über dem Dachfirst sitzt. Von dort aus verteilt ein System aus Förderbändern das Getreide und die anderen Feldfrüchte, nach einer intensiven Entstaubung und Reinigung, in die entsprechenden Lagerboxen und Silos.