Auch dem Argument, nachhaltiges Bauen sei automatisch teurer, widerspricht Lemaitre. Mehrkosten entstünden häufig nicht durch Nachhaltigkeit selbst, sondern durch unklare Prozesse, späte Umplanung und fehlende ehrliche Zielklarheit. Darauf verweist die DGNB auch mit einer gemeinsamen Studie mit dem Buildings Performance Institute Europe (BPIE): Sie zeigt, dass mehr Klimaschutz im Bauen nicht automatisch zu höheren Kosten führen muss.
Ihr Appell an die Branche: Deutschland solle seine Stärke im qualitätsvollen Bauen nicht leichtfertig aufgeben. „Qualität muss doch das Ziel bleiben“, sagt Lemaitre. „Nachhaltigkeit ist kein Additiv, das man am Ende streichen kann, sondern Teil der Qualität eines Gebäudes. Wer darauf verzichtet, riskiert Defizite bei Betriebskosten, Klimaresilienz und Werthaltigkeit.“
Weiterführende Informationen:
- Pressemitteilung zum neuen Zertifizierungssystem für Neubauten, Version 2023.2 „Weniger Aufwand, mehr Wirkung“: dgnb.de/presse/version2023-2
- Pressemitteilung zur Studie Lebenszyklusbasierte Betrachtung von Gebäuden, „Gebäude-Studie belegt: Mehr Klimaschutz im Bauen muss nicht zu mehr Kosten führen“: www.dgnb.de/presse/studie-lca-gebaeude
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