Medieninformation  a+r Architekten

26. August 2025

Preisgekrönt und alltagstauglich
Ausgezeichnet im doppelten Sinne: Das Technische Rathaus Tübingen überzeugt Nutzerinnen und Nutzer ebenso wie die Jury des baden-württembergischen Architekturpreises ‚Beispielhaftes Bauen‘.


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<p>Der transparente Eingangsbereich gibt Einblicke ins Foyer und macht Verwaltung sichtbar. Klare Wegef&uuml;hrungen und gut auffindbare Servicestellen erleichtern die Orientierung und senken Hemmschwellen beim Besuch. So hat das Technische Rathaus nicht nur die Arbeitsbedingungen im Inneren verbessert, sondern auch die Kommunikation zwischen Stadtverwaltung und &Ouml;ffentlichkeit erleichtert. Foto: Marcus Ebener</p><p>Die technische und &ouml;kologische Bilanz best&auml;tigt den Anspruch, ressourcenschonend zu bauen. Pfahlgr&uuml;ndungen als Geothermiequelle und die hochged&auml;mmte Fassade sorgen im Sommer f&uuml;r K&uuml;hlung ohne Klimaanlage, im Winter deckt das benachbarte st&auml;dtische Heizkraftwerk den geringen Heizbedarf. Foto: Marcus Ebener</p><p>Vom gegen&uuml;berliegenden Ufer der Ammer kann man die Verschmelzung des Altbaus (im Vordergrund, mit aufgesetzter neuer Dachgeschossebene aus leichtem Holzbau) und dem Neubau (im Hintergrund rechts) erahnen. Verbunden sind sie durch ein lichtdurchflutetes Atrium und umh&uuml;llt von einer langlebigen, wartungsarmen Ziegelfassade. Foto: Marcus Ebener</p><p>Blick ins Atrium zwischen Alt- und Neubau: Der lichtdurchflutete Raum macht die urspr&uuml;ngliche Fassade des Rathauses von 1954 sichtbar und verbindet sie mit der klaren Architektur des Erweiterungsbaus. So entsteht ein offener, transparenter Ort, der Geschichte und Gegenwart erlebbar zusammenf&uuml;hrt. Foto: Marcus Ebener</p><p>Es gibt Kombi- und Gro&szlig;raumb&uuml;ros, die ihre Erschlie&szlig;ungsflure mit in die B&uuml;rofl&auml;che einbeziehen, Teek&uuml;chen auf jedem Stockwerk und eine Cafeteria in der dem Altbau aufgesetzten Etage. Sie ist &uuml;ber eine Dachterrasse mit dem gro&szlig;en Sitzungssaal auf derselben Ebene verbunden. Durch eine separate Erschlie&szlig;ung eignet sich dieser Bereich auch f&uuml;r &ouml;ffentliche Veranstaltungen. Foto: Marcus Ebener</p><p>Veranstaltungen wie das Sommernachtskino haben das Gel&auml;nde hinter dem Altbau des Technischen Rathauses fest im Stadtleben verankert und die Bedeutung des Ortes weit &uuml;ber die urspr&uuml;nglichen Planungen hinaus gesteigert. Es hat sich zur urbanen Oase entwickelt &ndash; ein Ort, der zweifelsohne zur Lebensqualit&auml;t im Quartier beitr&auml;gt. Foto: a+r Architekten</p><p>Durch den kompakten Neubau entstand entlang der Ammer ein gro&szlig;z&uuml;giger Freiraum, der als Treffpunkt l&auml;ngst im Alltag der Menschen angekommen ist. Die neue Gr&uuml;nfl&auml;che l&auml;dt nach der Renaturierung der Ammer zum Verweilen und Boulespielen ein.&nbsp; Hier begegnet sich das Quartier auf entspannte Weise und genie&szlig;t urbanes Leben im Gr&uuml;nen. Foto: a+r Architekten</p><p>Beim Bauen im Bestand wird die bereits im bestehenden Geb&auml;ude enthaltene "graue Energie" bewahrt, da sie in der Vergangenheit f&uuml;r dessen Herstellung und Aufbau eingesetzt wurde. So auch bei der Sanierung des Altbaus des Technischen Rathauses von 1954. Erg&auml;nzt wurde er durch einen Neubau aus Recyclingbeton mit langlebiger Ziegelfassade, deren halbrunde Form dem Schwung der Brunnenstra&szlig;e folgt. Aufgesetzt auf den Altbau ist eine Dachgeschossebene in leichter Holzbauweise, die den Bestand respektvoll fortschreibt und zugleich neue R&auml;ume geschaffen hat. Grafik: a+r Architekten</p><p>Baub&uuml;rgermeister Cord Soehlke &uuml;ber das Technische Rathaus T&uuml;bingen: &bdquo;Die Kombination aus Alt und Neu steht f&uuml;r eine T&uuml;binger Planungskultur, die mit dem Bestand wertsch&auml;tzend umgeht. Die Vielzahl an kommunikativen Orten ist gerade f&uuml;r ein Baudezernat wichtig, das sich nicht als klassische &bdquo;vers&auml;ulte&ldquo; Verwaltung versteht.<span>&ldquo;</span> Bild: Universit&auml;tsstadt T&uuml;bingen</p>

Als das Rathaus 2019 eröffnet wurde, galt es als mutiges Projekt: ein sanierter Altbau von 1954, erweitert um einen klaren, kompakten Neubau. Sechs Jahre später zeigt sich: Der Bau hat sich nicht nur bewährt, er ist zu einem Vorzeigeprojekt für nachhaltige Verwaltungsbauten geworden. Dafür wurde er 2025 mit dem Preis ‚Beispielhaftes Bauen‘ ausgezeichnet.

Die Jury des begehrten Preises der Architektenkammer Baden-Württemberg lobte vor allem die Verbindung von Alt und Neu. Das Technische Rathaus integriere den Bestand respektvoll und „Qualität und Handwerklichkeit bekunden hohe Standards der Verwaltung für das lokale Bauwesen.“

Neue Arbeitswelten
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220 zusätzliche Arbeitsplätze entstanden durch den Umbau. Offene und kombinierte Büroformen wurden anfangs skeptisch betrachtet, haben sich aber bewährt – besonders im Hochbau- und Stadtplanungsamt. Dort erleichtert die Architektur Austausch und Zusammenarbeit. Blickbeziehungen, Treffpunkte und die Cafeteria mit Dachterrasse fördern eine lebendige Arbeitsatmosphäre.

Alltagstauglich und bürgernah
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Baubürgermeister Cord Soehlke zieht ein klares Fazit: „Für meine KollegInnen und mich ist das „neue“ Technische Rathaus immer noch ein Geschenk, das wir alltäglich schätzen und nutzen. Es hat unsere Arbeit spürbar besser, angenehmer und kommunikativer gemacht.“

Auch dem Publikumsverkehr gegenüber vermittelt das Haus Offenheit und Transparenz. Klare Wegeführungen und gut auffindbare Servicestellen erleichtern die Orientierung und machen die Verwaltung sichtbar und zugänglich.

Ökologische und soziale Nachhaltigkeit mit Weitblick
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Die Energiebilanz überzeugt. Pfahlgründungen dienen als Geothermiequelle, kombiniert mit einer hochgedämmten Fassade. So bleibt es im Sommer angenehm kühl, ganz ohne Klimaanlage. Ein Temperaturunterschied von wenigen Grad unter der Erde reicht aus, um ein gutes Raumklima zu sichern – ein echter Wohlfühlfaktor im sommerlichen Verwaltungsbetrieb. Im Winter deckt das benachbarte städtische Heizkraftwerk den geringen Heizbedarf. Nutzerinnen und Nutzer schätzen den Komfort und die wartungsarme Haustechnik.

Auch beim Materialeinsatz zeigt sich Weitsicht. Der Bestand blieb weitgehend erhalten, Recyclingbeton und langlebige Ziegel wurden eingesetzt – noch bevor Themen wie graue Energie oder zirkuläres Bauen in der Öffentlichkeit die Präsenz hatten, die ihnen heute zugestanden wird. Damit war das Projekt seiner Zeit voraus.

Heute dient das Technische Rathaus über Tübingen hinaus als Inspiration im Verwaltungsbau, wie Bestand und Neubau sinnvoll verbunden werden können – technisch, organisatorisch, kulturell.

Durch den kompakten Neubau entstand entlang der Ammer neuer Freiraum: Grünfläche, Bouleplatz und Sommernachtskino machen den Ort zu einem beliebten Treffpunkt. Ein städtischer Raum, der über die ursprünglichen städtischen Planungen hinaus das Quartier belebt und bereichert.

Drei Fragen an Baubürgermeister Cord Soehlke
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Herr Soehlke, was macht das Technische Rathaus aus Ihrer Sicht beispielhaft?
„Es verbindet Wertschätzung für den Bestand mit einem klaren Blick in die Zukunft. Das Gebäude ist funktional, nachhaltig und menschlich zugleich.“

Wie reagieren Bürgerinnen und Bürger auf das Haus?
„Wir erhalten viele positive Rückmeldungen. Transparenz, Orientierung und die offene Atmosphäre werden geschätzt. Das Rathaus wirkt nicht wie eine abweisende Behörde, sondern wie ein Ort der Begegnung.“

Ihr persönliches Fazit?
„Ich bin überzeugt: Es ist eines der schönsten Verwaltungsgebäude, die wir in Tübingen haben – nicht wegen äußerer Repräsentation, sondern weil es unsere Arbeit und den Austausch spürbar verbessert.“

Stuttgart, August 2025
Abdruck honorarfrei / Beleg erbeten

Mehr Infos und Link zur Medieninfo 2021: Zwischen Alt und Neu

Über a+r Architekten
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a+r Architekten stehen für eine solide, umweltverträgliche und zukunftsorientierte Architektur mit einer überzeugenden Expertise im Bereich des nachhaltigen Bauens – auch im Bestand. Das 1985 von Prof. Gerd Ackermann und Prof. Hellmut Raff gegründete Büro mit Standorten in Stuttgart und Tübingen zählt rund 130 Mitarbeiter und steht heute unter der Leitung von Oliver Braun, Florian Gruner und Alexander Lange. Vorwiegend bauen a+r Architekten für öffentliche Auftraggeber, Industrie und Gewerbe, für kommunale Wohnbauunternehmen sowie für soziale Einrichtungen. Das Büro konzentriert sich auf eine angemessene, ökologische, funktionale und daraus resultierend innovative Bauweise und wurde dafür mit renommierten Preisen ausgezeichnet.

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